KEKS Schwerpunktkur - ein Erfahrungsbericht

"Ich habe Abstand vom Alltag gefunden und Lena konnte im Austausch mit gleichermaßen Betroffenen Hilfe finden."

KEKS ist die Abkürzung für „Kinder und Erwachsene mit kranker Speiseröhre”. So nennt sich eine Patienten- und Selbsthilfe-Organisation, die Menschen unterstützt, die mit einer nicht durchgängigen Speiseröhre (Ösophagusatresie) oder Verengung (Stenose) geboren werden. Babys, die mit einer solchen Fehlbildung in der Speiseröhre auf die Welt kommen, können keine Nahrung aufnehmen, haben oftmals zusätzlich schwerste Atemprobleme; Speichel, Nahrung oder Magensaft können die Lunge des Kindes dauerhaft schädigen.

Der Zustand der an der sogenannten Ösophagusatresie leidenden Kinder stabilisiert sich zwar in der Regel nach etwa drei Jahren. Aber in dieser Zeit leben die Eltern in ständiger Angst um das Leben ihres Kindes. Um die in dieser für die Familie aufreibenden Zeit verbrauchten Energiereserven wieder aufzufüllen, bietet sich Eltern mit KEKS-Kindern eine spezielle Rehabilitationsmaßnahme im Rahmen einer Mutter/Vater & Kind-Kur an, die exklusiv  hier bei uns in der Klinik Ostseedeich in Grömitz angeboten wird. Die Schwerpunktkur trägt durch gezielte Therapien und Anwendungen zur körperlichen und seelischen Stabilisierung bei.

So wie bei Frau Janota aus Stockelsdorf (Schleswig-Holstein), deren heute 9-jährige Tochter Lena mit diesem seltenen Speiseröhren-Defekt auf die Welt kam. Das hatte folgenschwere Auswirkungen auf das persönliche Leben von Kind und Mutter: In den ersten Jahren haben sie und Lena sehr viel Zeit in der Klinik verbracht. Die Therapien sind zeitintensiv mit Inhalationen, mehrere kleine Mahlzeiten, Krankengymnastik, erhöhte Hygiene und häufige Infekte der Atemwege. Das setzte nicht nur der Psyche zu, die Pflegeintensivität führte bei Julia Janota auch zu körperlichen Beschwerden. Ihren Job musste sie aufgeben.

Um ihre Beschwerden zu lindern und Abstand vom Alltag zu finden, hat sich Julia Janota heuer zum zweiten Mal dazu entschlossen, diese Schwerpunkturmaßnahme an der Mutter-Kind-Klinik Ostseedeich in Grömitz zu ergreifen. Ihr Fazit nach drei Wochen Kur: „Ja, die Kur hat auch dieses mal wieder sehr viel gebracht und wird sich nachhaltig in meinem Leben verankern.“

Lesen Sie hier das Interview mit Frau Janota!