Schwerpunktkuren

Familien mit KEKS-Kindern (Kinder mit Speiseröhrenfehlbildung)

Bei vielen Müttern und Vätern, die ein behindertes Kind haben, kommt es zu einer dauerhaften Überlastung, einer Ermüdung, die so tiefgreifend ist, dass ein einfaches Ausschlafen am Wochenende nicht mehr ausreicht, um wieder fit und leistungsfähig zu werden. Häufig sind die ersten Jahre bei Kindern mit Speiseröhrenfehlbildungen ausschließlich dem Kind gewidmet, alles andere steht hinten an. Wenn die Kinder drei Jahre alt sind, ist ihr Zustand meist etwas stabiler und es besteht die Möglichkeit, an sich selbst zu denken, die Energiereserven aufzufüllen und erlebte Situationen aufzuarbeiten.

Drei Wochen aussteigen aus dem Alltag und eine gesunde Ernährung genießen, eine Vielfalt an Therapien und Anwendungen zur körperlichen und seelischen Stabilisierung wahrnehmen und sich mit anderen Müttern/Vätern in entspannter Umgebung austauschen, kann genau den Unterschied machen, den man braucht, um aus der Erschöpfungsspirale auszubrechen.

Ältere Kinder erleben die Geburt eines Geschwisters mit besonderen gesundheitlichen Problemen teilweise als Zurücksetzung und extremen Verlust der elterlichen Aufmerksamkeit. Sie können bei dieser Schwerpunktmaßnahme andere Kinder kennenlernen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und dadurch Entlastung und Bestätigung erfahren.

Therapeutische Angebote: 

  • fachärztliche allgemeinmedizinische und pädiatrische Betreuung 
  • umfangreiches physiotherapeutisches Angebot, ggf. für Patientenkinder Atemtherapie und Entspannung
  • medizinische Fachvorträge und Schulungen, die speziell auf die Situation von Familien mit Kindern mit Speiseröhrenfehlbildungen ausgelegt sind
  • tägliche Sprechstunden
  • zeitweilige Anwesenheit eines ärztlichen Spezialisten zur Beratung der KEKS-Familien
  • psychologisch geleiteter Gesprächskreis
  • Einzel-, Paar- und Familiengespräche
  • Entspannungstraining
  • ressourcenstärkende Gruppe für ältere Geschwisterkinder (ab Schulalter) 

Ziel dieses Angebotes ist es, dass die Mütter/Väter in einer Gruppe Gleichbetroffener Solidarität spüren und erfahren können, dass sie nicht allein sind und sich verstanden und ernst genommen fühlen in ihrer Belastung. Der Aufenthalt bietet auch eine gute Möglichkeit, die eigene Befindlichkeit zu reflektieren und an sich und sein Wohlergehen denken zu dürfen. Durch den Erfahrungsaustausch mit Müttern/Vätern von älteren Kindern können auch Hoffnung und Zuversicht gestärkt werden.

 

Termin 2016:
11.05.2016 - 01.06.2016

Termin 2017:
15.02.2017 - 08.03.2017


Mindestteilnehmerzahl: 8
Höchstteilnehmerzahl: 15